
Erste Studienergebnisse der Universität Eichstätt-Ingolstadt zur Situation der Chöre in der Pandemie wurden jetzt veröffentlicht. Rund 4.400 Chöre unterschiedlicher Größe und Stilrichtung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich an der anonymen Erhebung beteiligt. Den Beitrag von Marcus Stäbler dazu findet Ihr auf ndr.de. Hier eine kurze Zusammenfassung: Seit über einem Jahr legt Corona das Singen im Chor lahm. Statt echter Begegnung gibt’s Online-Proben am Bildschirm. Prof. Kathrin Schlemmer hat zusammen mit zwei Chorleitern und dem Stuttgarter Carus-Verlag als Co-Autoren den Fragenkatalog für die Chöre erarbeitet. Sie beschreibt die Studie: „Wir haben die Situation der Chöre in der Pandemie-Situation untersucht, und zwar bezogen auf das, was Chöre normalerweise machen. Also auf die Probensituation, auf die Konzertsituation, auf die Frage, wieviel Mitglieder eigentlich gerade da sind, wie es denen geht, und ein bisschen auch Zukunftsaussichten dieser Chöre.“ Ihr Fazit: “Wir können sagen, dass aktuell tatsächlich deutlich weniger Mitglieder aktiv sind als normalerweise. Nur ein Drittel der Chöre sind gerade in ihrer vollen Stärke aktiv. Ein weiteres Drittel ist leicht reduziert und das letzte Drittel hat erhebliche Verluste zu verzeichnen. Sechs Prozent der Chöre sind momentan überhaupt nicht aktiv. Besonders dramatisch sei die Situation bei den Kinder- und Jugendchören, so Schlemmer: „Hier sind zwölf Prozent momentan nicht aktiv. Ob das jetzt alles Chöre sind, die dann ‚gestorben‘ sind, wissen wir nicht. Aber es ist auf jeden Fall eine starke Reduktion und man weiß natürlich noch nicht, ob die alle reaktivierbar sind.“ Weiter wurde gefragt: „Worunter leiden Sie momentan am meisten? Und da kamen zum Teil Sachen wie: Das fehlende Gemeinschaftsgefühl. Aber ganz viele haben auch einfach geschrieben: Dass wir nicht singen dürfen! Singen ist für diese Menschen der eine Moment in der Woche, der sie aus dem Alltag heraushebt, der sie glücklich macht. Und das fehlt jetzt eben.“
Foto: Andreas Jopp


„Beim Singen werden Oxytocin und andere hilfreiche Hormone produziert, Stresshormone wie Adrenalin und Cortison dagegen abgebaut.“ In ihrem Resilienztrainingsbuch Kraft (Seite 98ff) führt die Autorin Dr. med. Claudia Croos-Müller auch das Singen als Kraftquelle auf. Dass Singen Freude macht, ausgleicht und unsere Vitalität steigert, erleben wir donnerstags bei unseren Chorproben hautnah, aber auch zuhause nicht nur beim Üben fürs Musikprojekt, in der Natur, beim Singen unserer Lieblingssongs oder ganz in Gedanken versunken vor uns hin summend.
You’ve got a friend steht, wie bereits berichtet, im Zentrum unseres aktuellen Musikprojekts. Dafür nehmen wir uns nach gemeinsamer Stückarbeit in den letzten Wochen speziell am 01. und 08. April Zeit, das Lied individuell zu festigen. Am Ende dieser Arbeitsphase werden wir uns aufnehmen und reflektieren, was jede und jeder von uns für die finale Stimmaufnahme noch an Unterstützung benötigt. Wir singen übrigens ein Arrangement von Prof. Christoph Schönherr.
… und wir sind begeistert. ??
Scat singing war heute unser Thema beim Einsingen, eine spezielle Form des improvisierten und rhythmischen Singens im Jazz und Gospel. Dabei haben wir melodisch Silben, die keine weitere Bedeutung hatten, beliebig aneinandergereiht. Aus unseren vielstimmigen VAH VAY VOO und DAD DED DAO DWEE entstand ein variantenreicher Klangteppich. Danach frischten wir die Lieder „O Ina Ni Keke“ und „Vem kan segla förutan vind auf“.
Während die Inzidenz-Ampel für Niedersachsen zurzeit auf rot seht, starten wir am 28. Januar mit unserer ersten Zoom-Probe in diesem Jahr. „Jede Person darf sich in der Öffentlichkeit außerhalb der eigenen Wohnung nur allein oder mit Personen, die dem eigenen Hausstand angehören, und höchstens einer weiteren Person oder als Einzelperson mit mehreren Personen aus einem gemeinsamen Hausstand aufhalten.“ (Siehe 

Projekt Musikalische Weihnachtsgrüße